IDSTEINER MITTWOCHSGESELSCHAFT

Philosophie und mehr...

Mittwoch, den 4. Februar 2015

im Hotellobby des Hotels zur Traube & China Restaurant Golden Lotus,

Rodergasse 27 - 65510 Idstein/Ts.   

um 19:00 Uhr

Haec natura multitudinis est, aut servit humiliter, aut superbe dominatur.

„Die Natur der Menge ist, dass sie entweder sklavisch dient oder übermütig herrscht“ Titus Livius


Psychologie 

der Massen


In seiner Psychologie der Massen[1] stellt Gustave Le Bon die Grundbegriffe des Massenverhaltens dar und gilt somit als Begründer der Massenpsychologie. Unter dem Eindruck eines grundlegenden Wertewandels der westlichen Gesellschaft sowie der wachsenden politischen Macht der Masse, der »jüngsten Herrscherin der Gegenwart«, entschloss sich Le Bon zu einer Untersuchung dieses Phänomens. Er verstand sein Werk als die erste systematische Auseinandersetzung mit der Masse als psychologisch erfassbarem Gegenstand.


Nach Le Bon, verliert der Einzelne, auch als Angehörige einer Hochkultur, in der »Masse« seine Kritikfähigkeit und verhält sich affektiv und primitivbarbarisch. In der Massensituation ist der Einzelne leichtgläubiger und unterliegt der psychischen Ansteckung. Somit ist die Masse von Führern leicht zu lenken.
Bereits 1895 beschrieb Gustave Le Bon:

-        wie Diktatoren die Macht ergreifen

-        wie der Sozialismus scheitert

-        wie heutige Politiker es immer wieder schaffen, dass wir sie wählen.

Le Bon entlarvte auch die Rolle der Medien. »Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, dass es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird!«
Die größte Gefahr für Le Bon ist »die übermäßige Verschwendung der Finanzen und die zunehmende Beschränkung der persönlichen Freiheit


[1] Gustave le Bon, Psychologie des foules, Paris 1895.

REFERENT:

Ivica Košak